Kathrin


Geboren: Mai 1982

Hobbies: Hunde, Natur


Hallo, ich bin Kathrin! Schön, dass du den Weg auf meine Seite gefunden hast. Ich bin im Mai 1982 in Hannover auf die Welt gekommen, dort in der Nähe aufgewachsen und 2013 in die Region Ludwigsburg bei Stuttgart umgesiedelt.


Nachdem ich brav mein Abitur gemacht hatte, habe ich mich mangels anderer Ideen für ein Jura-Studium entschieden. Nach 12 Semestern habe ich abgebrochen - ja ich weiß, das ist eine lange Zeit - aber ich sehe sie nicht als verschwendet. 

 

Um Geld zu verdienen und so meine Familie zu unterstützen, habe ich erstmal zwei Jahre Pakete ausgeliefert. Bei meiner damaligen Arbeitgeberin hatte ich die Chance, eine Ausbildung zur Bürokauffrau zu beginnen. Diese habe ich erfolgreich abgeschlossen und nebenbei die Weiterbildung zur Finanzbuchhalterin absolviert. Seither arbeite ich in der Buchhaltung und jongliere mit Zahlen.

 

Zu meinen Hobbies gehörte schon von Kleinauf der Umgang mit Tieren. Als Kind hatte ich bereits mehrere zahme Wellensittiche und einen Nymphensittich. Schon früh war ich auch von keiner Ponyreitrunde wegzudenken. Nach erfolgreichem Betteln bei meinen Eltern, durfte ich mit neun Jahren zum ersten Mal Reitunterricht nehmen. Nun "finanzierte" ich mir die wöchentlichen Reitstunden durch Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke. Meine Liste war kurz: eine neue Reitstundenkarte sollte es sein. Die langte immer für das nächste halbe Jahr.

 

Als die Reitstunden nicht mehr angeboten wurden, kümmerte ich mich zunächst um Alf, das Shetland-Pony eines Bekannten meiner Eltern. Fast täglich beschäftigte ich mich mit ihm, striegelte und ging spazieren.

 

Mit 14 Jahren kam ich durch Anraten meines Vaters zu einem Pferde-Gnadenhof. Dort half ich mit allem aus, was ich leisten konnte. Ich mistete Boxen, fütterte und pflegte bis zu 40 Pferde, half beim Aufpäppeln kranker Tiere und beschäftigte mich vor allem mit denen, die schlimme körperliche und seelische Verletzungen durch Menschen erfahren hatten. Ich wollte schon damals, dass diese Tiere wieder jemandem vertrauen konnten. Zu sehen, wie viele dieser Tiere wieder Vertrauen gewinnen und später durchaus auch wieder an tolle Besitzer vermittelt werden konnten, lässt mir heute noch das Herz aufgehen.

 

Leider wurde mir der Spaß am Helfen dort zum Schluss aber sehr verdorben. Als ich endlich 18 wurde und auf Grund von Abitur- und Führerschein-Prüfungen nicht mehr so regelmäßig kommen konnte, wurde "mein Pferd", das ich später übernehmen wollte, heimlich vermittelt. Erfahren habe ich dies durch eine Freundin vom Stall, die ich in der Stadt traf. Für mich brach eine Welt zusammen! Ich wollte weder mit diesen rücksichtslosen Menschen weiter etwas zu tun haben, noch konnte ich jahrelang mit Tieren etwas anfangen. Ich wollte mein Herz nicht an etwas hängen, dass mir letztendlich doch wieder genommen wird. Bei dem Gedanken daran, kommen mir jetzt noch die Tränen. Denn die Art und Weise, wie solch sonst doch sehr engagierte Menschen mit ihren eigenen Helfern und jahrelangen Freunden umgehen, entsetzt mich immer noch sehr.

 

Doch die Liebe zu den Tieren ließ mich nicht wirklich los. Nach dem Tod meines Vaters kauften meine Mutter und ich uns Ende 2002 ein eigenes Pferd. Caruso ist seitdem ein wesentlicher Teil unserer Familie. Da er in seiner Herde wunderbar aufgehoben ist, habe ich darauf verzichtet, ihn mit in den Süden zu nehmen. Meine Mutter kümmert sich täglich um ihn.

 

Im Oktober 2004 kam mein erster eigener Hund Harras dazu. Durch ihn habe ich bereits viel gelernt und ich bin froh, dass er mich immer wieder herausfordert. Mittlerweile ist mein "Babyhund" bereits 16 Jahre alt und ist mit mir durch dick und dünn gegangen. Auch ihn musste ich schweren Herzens, aber mit der Gewissheit, dass es für ihn besser ist, bei meiner Mutter im Norden lassen.

 

Da Harras sozial nicht sehr einfach war, was er durch Reißen und Bellen an der Leine bis heute noch zum Ausdruck bringt, habe ich früh angefangen, Pflegehunde bei uns aufzunehmen. Ich erhoffte mir dadurch eine Gewöhnung und einfacheres Gassigehen mit Harras. Er hat sich auch immer toll mit allen vertragen, gespielt, gekuschelt. Beim Gassigehen kläfft er trotzdem noch jeden anderen Hund an - selbst unsere eigenen, die er täglich sieht, wenn diese uns entgegenkommen.

 

Neben meinem 40-Stunden-Job im Büro hatte ich hier im Süden keine Zeit für einen eigenen Hund oder andere Tiere. Doch irgendwann merkte ich, dass mir etwas fehlt. Der Job und die Menschen wurden mir zu viel, der Leistungsdruck quälte mich, ich kam mir vor, wie ein Hamster im Laufrad. Ich kam nie irgendwo an und wurde immer unzufriedener. Ich verfiel in Depressionen, erlitt durch die fehlende Bewegung und die seelische Belastung zwei Bandscheibenvorfälle.

 

Irgendwann reifte in mir der Gedanke, dass ich wieder etwas mit Tieren machen wollte. Ein eigenes Tier schien mir nicht realistisch zu sein. Schließlich war ich noch immer im Büro tätig. So habe ich mich entschieden, im Tierschutz zu helfen, um wenigstens etwas Kontakt zu Hunden zu haben. Dort lernte ich bereits am ersten Tag meine Hündin Tweety kennen. Dass sie mein Hund und mein Durchbruch in ein neues Leben werden sollte, hat sich erst später ergeben.

 

Durch Tweety wurde ich wieder lebendig. Als ich durch einen Unfall, bei dem ich mir das Handgelenk brach, wieder lange Zeit nicht arbeitsfähig war, entschied ich mich, mein Leben noch einmal neu zu ordnen. Durch viele Zufälle und Begebenheiten hat sich schließlich im letzten Jahr mein Ziel herauskristallisiert.

 

Zunächst fing ich an, mit Tweety zusammen einen Gassiservice zu betreiben. Dazu kam die gelegentliche Betreuung von Hunden tageweise oder auch mal für einen Urlaub. Außerdem nahm ich einen Nebenjob als Stallpflegerin am Wochenende an. Ich besuchte Seminare, beschäftigte mich intensiv mit der Ernährung von Hunden, ließ meine Dienste durch das Veterinäramt abnehmen und fing gleichzeitig ein Fernstudium zur Tierheilpraktikerin an. Nach und nach lernte ich tolle Menschen und ihre Tiere kennen, baute mir wieder soziale Kontakte und einen Freundes- und Bekanntenkreis auf. Ich lernte, dass Menschen nicht nur schrecklich sind, sondern mir gut tun können. Doch vor allem der Kontakt zu den Tieren war Balsam für meine Seele. Egal ob im Stall zwischen den Pferden oder in Wald und Flur mit den Hunden - ich war wieder ich selbst.

 

Seit November 2019 lernte ich das Handwerk der Hundefrisörin. Auch hier hat mich der Zufall auf die Spur gebracht. Noch in 2020 Jahr wollte ich meinen eigenen Hundesalon eröffnen, denn auf einmal passten alle Puzzleteile zusammen. Der Hundesalon, die Hundebetreuung, das Studium der Tierheilkunde und meine erworbenen Kenntnisse über die Hundeernährung ergaben ein komplettes und schlüssiges Bild.

 

Im Dezember ist es nun endlich soweit! Nach einigen Stolpersteinen, aber ganz viel hinzugewonnener Erfahrung, eröffne ich meinen Hundesalon in Pforzheim-Eutingen und freu mich, euch als Kunden begrüßen zu dürfen!