Harras


Rasse: Malinois

Geboren: März 2004

Hobbies: Schlafen, Kuscheln, Zerrspiele

 


Harras ist mein erster eigener Hund. Ich habe ihn im Oktober 2004 aus einem Tierheim übernommen. Er war damals 7 Monate alt und davon schon zwei Monate im Tierheim. Er ist ein Belgischer Schäferhund - ein Malinois.

 

 

Als ich Harras übernommen habe, wusste ich über die Rasse Malinois noch gar nichts. Es war mir auch nicht wichtig. Für mich zählte, dass der Hund sportlich, groß und vor allem freundlich war. 


 

Zunächst sollte Harras sowieso nicht mir gehören, sondern einem Freund. Dieser verlor aber schnell das Interesse und da ich mich von Anfang an um Harras gekümmert habe, war schnell klar, dass der Hund zu mir gehört.

 

Harras begleitete mich zur Uni, zum Stall und eigentlich fast überall hin. Da er noch jung und rüpelhaft war und einige wichtige Monate schon verstrichen waren, hatten wir jedoch so unsere Dispute.

 

Harras fand es überaus amüsant und wichtig, zu jedem hinzulaufen und ihn oder sie anzukläffen, wenn er abgeleint wurde. Ein Spaziergang im Park wurde dadurch zu einer Herausforderung. Denn dass der Hund immer angeleint sein sollte, wa ein No-Go. Schließlich sollte er irgendwann am Pferd mitlaufen... Bereits nach kurzer Zeit beschlossen meine Mutter und ich, uns professionelle Hilfe zu suchen. Die Hundeschule um die Ecke war die nächstliegende Möglichkeit.

 

Gesagt - getan. Wir trafen dort auf drei Hundebesitzer, die wir fragten, was wir tun könnten, wie solch ein Training aussehen könnte. Statt des Hinweises auf einen Grundkurs, Begleithundkurs oder ähnliches, wurde uns nahe gelegt, ein spezielles Halsband mit "Vibrationsfunktion" zum Training zu benutzen. Das wäre die sinnvollste Art, dem Hund das Weglaufen abzutrainieren. Es würde nicht weh tun und die Hunde würden schnell lernen, zu folgen.

 

Begeistert war ich von dieser Aussage von Anfang an nicht. Als dann auch noch die zweite Hundeführerin ihre Hündin aus dem Auto holte - schwanzwedelnd und freudig - ihr das ach so gar nicht schlimme "Vibrationshalsband" umlegen wollte und die Hündin dabei bereits derart angefangen hat zu zittern, haben wir uns freundlich bedankt und sind unserer Wege gegangen.

 

In einer Zeitungsanzeige sind wir dann auf einen Hundetrainer aufmerksam geworden, der nach Hause kommt und in gewohnter Umgebung trainiert und hilft. Dieser hat mit uns über die Grundlagen der Hundeerziehung gesprochen, Schleppleinentraining gemacht und uns gezeigt, wie wir die Aufmerksamkeit des Hundes auf uns lenken. Das hat uns viel Sicherheit und auch Ruhe gegeben, sodass Harras sich zu einem tollen Begleiter entwickeln konnte. Zwar immer noch mit de Manko, dass andere Hunde verbellt wurden und werden, aber der Umgang damit war für uns einfacher und nicht mehr so nervenaufreibend. Er ist frei am Pferd gelaufen, konnte von mir auch aus vollem Galopp abgelegt werden, ist mit mir einkaufen gegangen, Zug gefahren, sogar im Schlauchboot war er mit. Er hat mich früher mit zur Arbeit begleitet und war immer ein gern gesehener Bürohund.

 

Harras liebt es Fangspiele zu spielen und mit mir zu raufen. Aber immer so zurückhaltend, dass sich niemand weh tut. Für Außenstehende war das wohl manchmal durchaus ein Schock, da er auch auf Kommando die Zähne fletschen konnte...

 

Mittlerweile ist Harras über 16  Jahre alt und dem Alter entsprechend noch fit. Da ich mit meinem Vollzeitjob eine sinnvolle und Harras entsprechende Betreuung nicht mehr gewährleisten konnte, habe ich ihn in die guten Hände meiner Mutter gegeben. Sie kümmert sich um ihn, kann ihn einmal mehr in den Garten lassen oder ihn mit ins Büro nehmen, wo sie ehrenamtlich tätig ist. Auch wenn es um Wehwehchen geht, kann sie als ehemalige Krankenschwester bestens für meinen Harras sorgen.

 

Die erste Zeit war besonders schwer ohne Hund aufzuwachen, niemanden zu haben, der sich freut, wenn man zur Tür hereinkommt oder der mit einem draußen die Welt erkundet. Denn meine Mutter wohnt in der Region Hannover ich dagegen bei Stuttgart und uns trennen somit 500 km Autobahn. Deshalb freue ich mich immer besonders, wenn ich die Mama und die Tiere besuchen kann und versuche dies so oft wie möglich zu tun. Die Wiedersehensfreude ist dann bei allen Beteiligten natürlich riesengroß!