#1 - Erste Worte

Das sind sie nun, meine ersten Worte in meinem eigenen Blog. Warum mache ich das überhaupt? Einen Blog schreiben? Tagebuch habe ich früher nie geschrieben. Das fand ich immer zeitraubend und gelesen hätte ich es hinterher wahrscheinlich eh nicht mehr. Obwohl.. es gibt Dinge, die ich heute vielleicht gar nicht mehr so genau weiß und gern noch mal Revue passieren lassen würde.

 

Also die Möglichkeiten des www nutzen und ein Online-Tagebuch führen. Eins das jeder lesen kann. Für mich ist das erstmal der Versuch, gerade meine schönen Erlebnisse festzuhalten. Ich möchte mich nicht am Abend hinsetzen und die negativen Dinge des Tages durchkauen. Das habe ich bisher gemacht. Von nun an möchte ich mich auf die positiven Dinge konzentrieren und mich daran erinnern.

 

Manchmal sind es nur oder gerade Kleinigkeiten, die einen erfreuen. Zum Beispiel, dass die Damen von der Versicherung heute sehr freundlich, ja geradezu fröhlich, am Telefon waren. Oder das der Gips, den ich zurzeit tragen muss, hübsch blau ist. Das sind positive Dinge des täglichen Lebens, die mir leider viel zu oft nicht auffallen und die ich durch negative Geschehnisse übersehe.

 

Durch ein tolles Seminar über die eigene Widerstandskraft und wie man diese stärken kann, wurde ich nun dazu animiert, die Welt etwas anders zu betrachten und auch eigene Wünsche und Interessen nicht mehr als nutzlos, blödsinnig oder träumerisch abzutun. Denn gerade diese Wünsche und Interessen erhalten uns doch am Leben und geben uns die Kraft, auch die Situationen im Leben zu meistern, die vielleicht nicht so schön sind.

 

Ich habe zum Beispiel immer mit Tieren zu tun gehabt. Habe mein eigenes Pferd und seit Jahren schon Hunde. Als ich 2013 nach Baden-Württemberg gezogen bin, habe ich meine Hunde mitgenommen. Das Pferd sollte nachkommen, sobald alles in trockenen Tüchern ist. Und wie es oft so ist, kam alles anders...

 

Das Pferd blieb bei der Mama, die sich super um Uso kümmert und der ich dankbar bin, dass sie all die Zeit und Mühe in den "Gaul" steckt. Meine Hündin Emma war schon seit wir sie kennen auf meine mutter fixiert und blieb dort, als sich Mamas Hund Anton aufgrund seines Alters immer mehr an ihr orientierte.

 

Blieb mir noch der Harras, mein Malinois, mit dem ich seit Jahren fast untrennbar verwachsen war. Doch als Harras älter wurde - er war nun schon zwölf - und nun öfter raus musste, schlechter allein bleiben konnte und einfach mehr Betreuung brauchte, wurde mir schnell klar, dass auch hier eine Trennung bevorsteht. Ein Hundekindergarten fiel aus, da Harras zu viel Unruhe dort nicht verträgt. Immer neue Hunde und Rangeleien wären ihm einfach zu viel gewesen. Einen Hundesitter, der täglich auf ihn aufpasst hätte ich mir nicht leisten können. zur Arbeit konnte ich ihn nicht täglich mitnehmen.

 

Als Harras dann operiert werden musste, weil er gebissen worden war, fiel die Entscheidung. Wieder musste die Mama herhalten, die dies aber gern übernahm. Beste Mama der Welt!

 

Nun trennen mich also rund 500 Kilometer von meiner Mutter und den Tieren. Ein neuer Hund war aufgrund eines Jobwechsels und des schlechten Gewissens, dem neuen Hund nicht gerecht zu werden und den alten Hund quasi zu ersetzen, keine Option.

 

Bis heute vermisse ich jeden Tag meine Tiere, wenn ich nicht bei ihnen sein kann. Der Umgang mit ihnen, das Spazierengehen, Spielen, Lernen, Kuscheln. Mir fehlt das alles sehr. Den gerade mit ihnen habe ich viele tolle Sachen erlebt, an die ich mich gern zurück erinnere. Natürlich gab es auch schlechte Tage. Aber meine Tiere, egal ob Hund oder Pferd haben mich immer wieder bestärkt, zum Lachen gebracht und am Leben erhalten.

 

Seit ich nur noch meine zwei nicht sehr kuscheligen Bartagamen habe, werde ich dicker, weil allein spazieren gehen irgendwie keinen Sinn macht, habe immer mehr Wehwehchen, weil allein spazieren gehen, also sich bewegen und auch mal rennen und spielen, irgendwie keinen Sinn macht, und ich grübele viel zu oft über negative Dinge nach, weil spazieren gehen und sich ablenken lassen vom Alltag allein einfach keinen Sinn macht.

 

Deshalb möchte ich mich in Zukunft zumindest wieder mehr mit dem Thema Hund und auch realen Hunden beschäftigen. Erstmal werde ich dazu das Sommerfest unseres Tierheims besuchen. Das findet am kommende Wochenende statt. Außerdem gibt es im Nachbarort einen Verein für Hundehilfe, den ich gern einmal besuchen möchte. Vielleicht wird hier oder da noch tatkräftige Unterstützung gebraucht.

 

Außerdem habe ich angefangen mich über die Ausbildung zur Hundetrainerin zu informieren. Literatur habe ich schon besorgt und bin fleißig am Lesen. Möglicherweise gibt es einen Hundesportverein oder eine Hundeschule, bei denen ich auch mal ohne Hund einfach schauen und lernen kann, wie man den Vierbeiner von Kleinauf trainiert. Denn eine Hundeschule habe ich nur zweimal in meinem Leben besucht.

 

Ihr seht, ich bin motiviert, meine Interessen und Freuden im Leben wieder in den richtigen Fokus zu rücken. Alles kann, nichts muss ist die Devise. 

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