#7 - Ein alter Hund lernt keine neuen Tricks - von wegen!!

Hallo ihr Lieben,

 

die Überschrift des Tages verrät bereits, was ich heute gemacht habe. Ich habe etwas Neues mit Harras geübt. Der alte Herr Hund ist für seine vierzehn Jahre zwar noch recht fit und springt in den Kofferraum, doch manchmal hat er so seine Tage wo man merkt, dass es nicht mehr ganz so gut geht. Da Harras kein kleiner Hund ist, den man einfach mal so in den Kofferraum hebt, hat die Mama vor ein paar Wochen so eine klappbare Holzrampe gekauft.

 

Mama hatte mit Harras auch schon einmal kurz das Betreten der Rampe geübt. Das habe ich heute weitergemacht. Zuerst haben wir die Rampe auf die Eingangstreppe von Mamas Haus gelegt. Die Wand auf der einen und die Treppenstufen auf der anderen Seite sollten dem Hund Sicherheit geben. Zunächst wurde von oben nach unten geübt, erst einmal überhaupt mit den Pfoten auf die Rampe zu gehen. Das klappte mit Harras so gut, dass wir gleich zum Runterlaufen übergehen konnten. Das Rauflaufen war dann ebenso schnell verstanden.

 

Im nächsten Schritt habe ich die Rampe frei an das Eingangspodest gestellt, um zu üben, dass rechts und links keine Sicherheit ist. Auch das ging ohne Probleme mit meinem Senior. Hauptsache es gab dafür etwas Feines. Innerhalb kürzester Zeit hatte Harras die neue Übung begriffen. In den nächsten Tagen werde ich das weiter festigen und den Befehl "Rampe" etablieren.

 

Natürlich habe ich auch mit Emma geübt, denn auch sie ist ein großer Hund und könnte einmal davon profitieren. Emma ist generell skeptischer und ängstlicher neuen Dingen gegenüber. Sie traut sich einfach nicht so viel. Daher habe ich angefangen, indem ich die Rampe einfach flach auf die Einfahrt gelegt habe. Ziel war es, Emma das Gefühl für die Rampe zu geben. Das Holz mit den kleinen Stegen ist ja schon etwas anderes als der Boden über den Hund sonst so läuft.

 

Nach ein paar Anläufen klappte das Betreten der liegenden Rampe auch schon so gut, dass wir uns zum nächsten Schritt wagten. Die Rampe wurde also wieder an der Treppe aufgelegt. Das war nun für Emma weitaus schwieriger. Sie hatte zuerst große Hemmungen, überhaupt eine Pfote auf das Holz zu setzen. Nach einigem Locken und gut Zureden hatte ich es aber geschafft, dass sie zumindest mit den Vorderpfoten auftritt. Das Runterlaufen hat dann aber recht schnell geklappt.

 


Am Nachmittag habe ich mit beiden eine zweite Übungsrunde gestartet. Harras lief souverän rauf und runter und sogar schon ins Auto hinein. Schließlich gab es wieder Leckerlis abzusahnen.

 

Emma ging nach anfänglichem Zögern auch wieder die Rampe rauf und runter solange diese auf der Treppe lag. Auch die am Podest angelegte Rampe ging sie, nachdem Harras das vorgemacht hatte, schon runter. Oft ist es doch von Vorteil, wenn sich der eine vom anderen Hund etwas abschauen kann. Mit dieser Übung haben wir dann auch das Training erfolgreich beendet. Für beide Hunde war es ein toller Fortschritt.

 

Zum Ausgleich waren wir abends noch auf der Weide, wo Emma ihrer Lieblingsbeschäftigung Ballspielen nachgehen durfte und Harras noch so viel Energie hatte, um mit mir um ein Stöckchen zu rangeln. Danach ging es zum angrenzenden See, um sich schön abzukühlen. Das genießen beide immer sehr und wir genießen es, ihnen dabei zuzusehen.

 

 

Nun liegt Harras unter dem Terrassentisch während ich schreibe und schnarcht zufrieden. So ein aufregender Tag macht eben müde. Mein Fazit: der alte Hund kann durchaus noch was lernen! Ich hatte nichts anderes erwartet!

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