#18 - „Böses Mädchen“ und „Wenn du weinst“

Hallöchen ihr Lieben,

 

heute war bei mir echt tote Hose. Außer einkaufen und zuhause rumhängen war echt nichts drin. Ich hatte mir am Samstag ein 3000-Teile-Puzzle gekauft, dass ich nun angefangen habe. Nebenher habe ich Serien geschaut.

 

Deshalb erzähle ich euch eine Anekdote von Abby. Manchmal ergeben sich nämlich  die seltsamsten und lustigsten Kommandos und Tricks, wenn man ein Verhalten, dass der Hund bereits an den Tag legt, einfach weiterspinnt und verstärkt.

 

Unsere kleine Abby haben wir als Welpen bekommen und sie und Anton waren ein Herz und eine Seele. Die beiden haben mitunter aber auch die wildesten Zerr- und Raufspiele gespielt, so dass Außenstehende fast immer gedacht haben, die beiden bringen sich um.

 

Meist rührte der Eindruck jedoch daher, dass sich Bulldoggen beim Spielen anders anhören als „normale Hunde“. Da sie durch die kurze Nase oft arg schnaufen, wenn sie sich anstrengen, klingt das für Laien nach knurren. Und natürlich gehörte beim Rangeln auch richtiges Knurren mit dazu. Allerdings sind beide immer friedlich und fröhlich auseinander gegangen und haben abends Seite an Seite geschlafen.

 

 

Da Abby oft bei uns auf dem Schoß saß, hat es sich irgendwann ergeben, dass Anton um uns herumgeschlichen ist und Abby ärgern wollte. Abby hat dann vom Schoß aus Anton angegiftet, indem sie die Lefzen gezogen und geknurrt hat. Dieses „Spiel“ haben die beiden fast täglich gespielt. Anton kam immer wieder an, um Abby zu animieren vom Schoß zu hüpfen und sie zog die Lefzen und wehrte sich gegen seine Annäherungsversuche.

 

Wir haben das Ganze dann durch die Worte „Böses Mädchen“ unterstützt, woraufhin sich dieses Kommando später auch ohne Antons direkte Animation abrufen ließ. Allerdings war es nur in der Konstellation „Abby sitzt auf dem Schoß“ und „Anton ist im Raum“ möglich. Sonst konnte man das Kommando nicht abrufen – wir haben es auch nicht drauf angelegt. Es war ja nur ein Zufallsprodukt. Sobald Abby vom Schoß runter war, gab es auch keine weiteren Auseinandersetzungen oder Rangeleien. Wir wollten ja keine Disharmonie zwischen beiden fördern.

 

 

Ein anderes Kommando, dass sich mehr durch Zufall und aus einem Spaß heraus etabliert hat, war „Wenn du weinst“. Immer wenn wir am Esstisch saßen und irgendwann jeder sein Besteck hingelegt hatte, kam Abby von ihrem Platz angewackelt, weil sie auf den Schoß wollte. Sie setzte sich dann neben einen von uns und schaute uns mit ihren großen Augen traurig an.

Hat man sie nicht beachtet, kam sie näher gerutscht, um so die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ignorierte man sie dann immer noch, fing sie an, leise zu schniefen und zu wimmern. Das haben wir mit einem „Wenn du weinst“ kommentiert und sie dann hoch gelassen. Relativ schnell bürgerte sich ein, dass Abby erst auf den Schoß durfte, wenn sie dieses Schniefen und Weinen auf Kommando zeigte.

 

 

Ihr seht, zwei vollkommen nutzlose, aber für uns irgendwie lustige Kommandos. Natürlich sollte man grad bei dem Verstärken von Aggressionsverhalten - also Knurren, Lefzen Ziehen etc. - darauf achten, dass es wirklich für alle nur ein Spiel ist und bleibt.

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