#20 - Meine Bartagamen - nicht kuschelig, aber..

Hallöchen ihr Lieben,

 

der heutige Beitrag hat nichts mit Hunden zu tun, ist aber trotzdem tierischer Natur. Es geht um meine zwei Bartagamen, die ich seit etwa sieben Jahren besitze.

 

Es fing alles an mit meinem damaligen Freund. Dieser wohnte im Keller seiner Großmutter und hatte sich dort ein Terrarium mit einer Bartagame aufgestellt. Da mein Ex-Freund unter der Woche auf Montage war und auch am Wochenende viel unterwegs, hielt es seine Großmama für reine Stromverschwendung, wenn da unten im Keller das Licht im Terrarium brennt. Und auch die Heizung muss ja nicht laufen, wenn niemand daheim ist. Daher fristete die Bartagame einsam und für ihre Verhältnisse frierend ihr Leben in dem kargen Glaskasten.

 

Irgendwann schlug ich vor, dass er das Terrarium samt Inhalt doch zu mir bringen könne - er war sowieso mehr bei mir als zuhause und das arme Tier tat uns beiden leid. Ebenso beschlossen wir, ein zweites Tier zu besorgen, damit die erste Bartagame nicht so allein ist. So zogen der Glaskasten inklusive Bewohner und eine neue Mini-Echse aus dem nahe gelegenen Zoohandel bei mir ein.

 

Nachdem die beiden Tierchen schon etwa ein halbes Jahr bei mir lebten, fand ich eines Tages die Kleine, eingebuddelt unter ihrem Wasserspender wieder. Sie hatte sich so darunter gegraben, dass der Wasserspender - eine Art Stein - genau auf ihren Hals gekippt war. Ich holte sie sofort darunter hervor, fand aber nur noch ein lebloses Etwas vor. Als ich sie begutachtet hatte und schon resigniert auf dem Wohnzimmertisch ablegte, um einen kleinen Karton für ihren letzten Weg zu holen, atmete sie plötzlich tief ein und erwachte langsam wieder zum Leben!

 

Sofort richtete ich ihr die Transportbox her, damit sie sich ein paar Tage allein erholen konnte. Den Wasserspender entsorgte ich ohne Kompromisse und biete den beiden seither Wasser nur noch in einer Schale an. Nach der Erholungsphase konnte die kleine Echse dann auch wieder ins Terrarium umziehen. 

 

Irgendwann trennten sich die Wege von meinem damaligen Freund und mir, doch aufgrund der rabiaten Oma blieben die beiden Bartis bei mir.

 

Ich überlegte ein paar mal, sie wegzugeben, aber ich brachte es nie übers Herz. Wer weiß, in welchem Keller sie dann wieder landen würden. Als ich in die Region Ludwigsburg umgezogen bin, bekamen die beiden sogar ein schönes, neues und vor allem größeres Terrarium, in dem sie sich nun wohlfühlen können.

 

 

 


 

An sich sind die beiden Echsen relativ langweilig, wenn man Hunde und anderes Fellvieh gewöhnt ist. Doch manchmal sind sie auch einfach nur lustig, wenn sie zum Beispiel wie heute versuchen einen drei cm langen Grashüpfer zu fangen und dieser sie einfach über den Haufen hüpft. Da stellen sich beide schon extrem doof an.

 

Aber sie brauchen ja auch immer eine Weile, um eine Gurke - es sei gesagt, eine gewürfelte Gurke, denn das sind die am schwersten zu fassenden Gurken - zu erlegen.. Oder sie wollen meine grün lackierten Nägel fangen statt der Tomate, die ich grad hingestellt habe.. Gut, die Nägel bewegen sich, die Tomate erstmal nicht. Auch Mehlwürmer, die sich hin und her bewegen sind eine Herausforderung!

 

Die Freizeitbeschäftigung der beiden ist ähnlich amüsant. Sie lieben es an der Glasscheibe zu kratzen bzw. wischen daran lang. Wenn ich sie dann irgendwann raus nehme, weil ich denke, sie möchten ja sicher mal Auslauf haben, suchen sie sich in unserem 30 m² Wohnzimmer eine Tür oder eine Ecke und wischen hier munter weiter. Das ist dann auch kein Buddeln, sondern wirklich wischen. Ich verstehe es nicht?!

 

 

An richtig sonnigen Tagen, wie in diesem Sommer häufig, suchen sie sich aber auch gern einen Sonnenplatz und genießen einfach nur die warmen Strahlen. Da sind dann selbst die beiden "Langweiler" toll anzusehen, wie sie so seelenruhig genießen können..

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